Creativ Bauregie: Das Prinzip der "Weißen Wanne"

Hier präsentiert Ihnen, die Creativ Bauregie, das Infoblatt: Das Prinzip der "Weißen Wanne"

Creativ Bauregie Häuser

Fotos: Creativ Bauregie

Creativ Bauregie erklärt den Begriff „Weiße Wanne“

„Weiße Wanne“ ist ein Begriff aus dem Bauwesen und bezeichnet ein Bauwerk, das wasserundurchlässig ist. Die  Sohle und die Außenwände der Weißen Wanne werden aus WU-Beton ( d.h. wasserundurchlässiger Beton ) hergestellt. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Betonkeller ist der Anteil des Bewehrungsstahls im Beton der Weißen Wanne deutlich höher.

Durch den höheren Stahlanteil fallen die Risse, die beim Trocknen des Betons immer entstehen, deutlich kleiner aus. Im Beton einer Weißen Wanne sind sie so fein, dass auch drückendes Wasser nicht mehr durch Wände und Sohle dringen kann.

Creativ Bauregie Grafik Weiße Wanne

Grafik: Creativ Bauregie

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Fotos: Creativ Bauregie

Aufgepasst!    Welche Weiße Wanne?

In Deutschland sind  die Anforderungen an Weiße Wannen durch die Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“  des deutschen Ausschusses für Stahlbeton geregelt.                                 

Nach dieser Richtlinie existieren zwei Beanspruchungsklassen. Klasse 1 gilt für drückendes und nicht drückendes Wasser sowie zeitweise aufstauendes Sickerwasser, die Klasse 2 für Bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser.

Außerdem wurden Nutzungsklassen in Abhängigkeit von der Funktion des Bauwerks und von den Nutzungsanforderungen an das Bauteil festgelegt. Bei der Nutzungsklasse A ist ein Feuchtetransport in flüssiger Form ( Wasserdurchtritt ) nicht zulässig.

Bei der Nutzungsklasse B sind Feuchtstellen auf der Bauteiloberfläche zulässig, d.h. es wird im Gegensatz zur Nutzungsklasse A nur eine begrenzte Wasserundurchlässigkeit gefordert.

Für die klassische Weiße Wanne gilt somit Beanspruchungsklasse 1 und Nutzungsklasse A.

Als Mindestdicke sind für die Sohle 250 mm und für die Wände 240 mm vorgeschrieben. Wir raten  aus Qualitätsgründen allerdings  für beide Teile zu einer Dicke von 300 mm.

Wir möchten im Übrigen darauf hinweisen, dass eine klassische Weiße Wanne für einen Keller der Nutzungsklasse A zwar Voraussetzung, aber alleine nicht ausreichend ist. Es sei denn es handelt sich zum Beispiel um eine Tiefgarage, die durch entsprechende Öffnungen kalt belüftet ist.

Nach dem Stand der Technik  gehört zu einem Keller der Nutzungsklasse A  weitere Maßnahmen wie Heizung,  Dämmung an den Außenwänden  (die Dämmung muss vollflächig in Dickbeschichtung eingearbeitet werden, damit die Dämmplatten nicht von Wasser hinterlaufen werden) und  kontrollierte Be-und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Nur dadurch wird der Keller voll funktionsfähig und vor Schäden und Schimmel geschützt.

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Fotos: Creativ Bauregie

Zusammenfassend lässt sich folgendes sagen:

1.) Ein Keller, als Weiße Wanne erstellt, benötigt keine zusätzliche äußere Abdichtung.

2.) Auf eine Dränage kann verzichtet werden.

3.) Die Festlegung der Beanspruchungsklasse und Nutzungsklasse ist unbedingt in der Planung zu berücksichtigen.

4.) Eine sorgfältige und genaue Detailplanung, insbesondere auf Ihr individuelles Bauvorhaben und die örtlichen Gegebenheiten ( Bodengutachten! ) bezogen, ist unabdingbar.

5.) Eventuelle undichte Stellen in einer Weißen Wanne können problemlos  durch Verpressen von Innen abgedichtet werden.

6.) In Ergänzung mit Dämmung, Heizung und Lüftung erreichen Sie ein TOP-Klima!

7.) Eine Weiße Wanne ist preisintensiver als ein gemauerter Keller, dafür aber ohne Wasserrisiko.

8.) Es entstehen keine jährlichen Wartungskosten für die Dränage und keine Stromkosten für die Dränagepumpen!

9.) Eine sorgfältige und exakte Ausführung ist Voraussetzung!

 

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